Freu­de oder auch Spaß an der Ar­beit – das schließt sich für vie­le im­mer noch aus. Im End­ef­fekt muss et­was ge­schafft oder er­reicht wer­den, um am Mo­nats­en­de Geld zu ver­die­nen. Der in mir her­vor­ge­ru­fe­ne Druck zur Leis­tung hat mich jah­re­lang an­ge­trie­ben. Es ging dar­um, zu funk­tio­nie­ren, Zie­le und Zah­len zu er­fül­len. Doch ir­gend­wie fühl­te es sich für mich nie stim­mig an. Ich blieb als Mensch auf der Stre­cke und muss­te das „mensch­li­che“, das Mit­ein­an­der in mei­ner Ar­beit oft hin­ten­an­stel­len.

Heu­te ist es an­ders. Ich habe ein Un­ter­neh­men ge­fun­den, das mich als Per­son mit mei­nen Stär­ken und Schwä­chen sieht. Vor al­lem aber ist es das Ver­trau­en in mei­ne Ent­wick­lung und dar­in, dass sich Ge­duld, Of­fen­heit und Lern­be­reit­schaft aus­zahlt. Heu­te sind Le­sen und Ler­nen fes­te Be­stand­tei­le mei­ner Ar­beit. Ich tue dies nicht für mei­ne Che­fin oder das Un­ter­neh­men selbst, son­dern in ers­ter Li­nie für mich. Für mein Ge­fühl, et­was Wert­vol­les an an­de­re wei­ter­ge­ben zu kön­nen. Mei­ne Auf­ga­ben sind her­aus­for­dernd und ma­chen mir Freu­de. Sie spor­nen mich an, mehr über mei­ne Per­sön­lich­keit zu er­fah­ren. Mit die­ser Be­geis­te­rung, die­sem Bren­nen fürs Gro­ße und Gan­ze tra­ge ich zum Un­ter­neh­mens­er­folg bei.

Mei­ne Ar­beit kann ich zeit­lich und ört­lich frei or­ga­ni­sie­ren. Ein Ver­trau­ens­vor­schuss, der mein Tun eben­so be­flü­gelt. Und ja, es gibt na­tür­lich auch Zei­ten, wenn die Ar­beit we­ni­ger Freu­de macht. Wenn et­was ein­fach mal ge­macht wer­den muss. Das ge­hört dazu und bringt mich nicht von mei­nem Weg ab. Es ist ein Stück Le­bens­qua­li­tät, die ich für mich er­schaf­fen habe. Ein Frei­raum, den mei­ne Fa­mi­lie und ich nicht mehr mis­sen möch­ten. Et­was, was sich leicht an­fühlt. Manch­mal mer­ke ich gar nicht, wie bei der Ar­beit die Zeit ver­geht. Ich kann so vie­les auch für mich und mein Le­ben nut­zen, so­dass die­se strik­te Tren­nung von Be­ruf und Frei­zeit hin­fäl­lig wird.

Die­ser Text soll kei­ne Lo­bes­hym­ne für mei­ne Füh­rungs­kraft oder Che­fin sein, son­dern auf­zei­gen, dass es geht und dass es Ar­beit­ge­ber gibt, die Er­folg an­ders de­fi­nie­ren. Die ei­nen als Mensch fest im Blick ha­ben und mit Ver­trau­en füh­ren.